Eurokonto für Deutsche in der Schweiz

Wer als Deutscher in der Schweiz arbeitet bekommt sein Gehalt normalerweise in Franken ausbezahlt und auf ein Konto in der Schweiz überwiesen. In der Regel wird dieses Modell auch vollkommen ausreichend sein. Jedoch gibt es einige Ausnahmen:

  • Der deutsche Arbeitnehmer ist nicht für immer in der Schweiz und benötigt noch ein Konto in Deutschland (beispielsweise um Versicherungen in Deutschland weiter zu bezahlen oder um die Familie in der Heimat zu unterstützen)
  • Grenzgänger die täglich zwischen ihrem Wohnort in Deutschland in die Schweiz zur Arbeit pendeln
  • Deutsche Arbeitnehmer die ihr Gehalt direkt auf ein Eurokonto in Deutschland überwiesen bekommen. Manche Arbeitgeber bieten dies auf Nachfrage an

Auch viele Deutsche die sich dauerhaft in der Schweiz niedergelassen haben behalten ihr altes Konto in Deutschland und nutzen dieses für Zahlungen innerhalb der Eurozone. Der Vorteil eines Kontos in der alten Heimat sind die geringeren Gebühren für die Kontoführung (neben häufigen anderen Pluspunkten wie eine z.B. eine kostenlose Kreditkarte) und die höheren Zinssätze.

Ein Nachteil eines Kontos in Deutschland ist jedoch bei manchen Konten die höhere Gebühr für den Bargeldbezug im Ausland – also auch in der Schweiz. Somit macht es durchaus Sinn ein Konto in Deutschland zu eröffnen das optimal auf die Bedürfnisse für Deutsche im Ausland ausgerichtet ist. Dazu zählen neben der kostenlosen Kontoführung auch eine kostenlose Kreditkarte und die Möglichkeit, Bargeld in der Schweiz ohne zusätzlichen Gebühren zu beziehen. Das Konto der DKB Bank erfüllt diese Anforderungen (siehe Testbericht) derzeit am besten.

Auch wer ein Konto in der Schweiz hat und sein Geld in Franken dorthin überwiesen bekommt kann die Vorteile eines Kontos in Deutschland nutzen. Der Schlüssel dazu ist die preiswerte Überweisung per SEPA Verfahren nach Deutschland. Eine SEPA Überweisung (steht für “Single Euro Payments Area”) kann nur in Euro erfolgen – somit müssen Sie auch bei Ihrer Bank in der Schweiz einen Eurobetrag angeben. Der große Pluspunkt: eine SEPA Überweisung ins (Euro-)Ausland kostet meistens wenige Franken an Gebühren. Die Umrechnung erfolgt zum gültigen Devisenkurs der Schweizer Bank (Tipp: den Umrechnungskurs nach der Überweisung prüfen! Hier holen sich manchmal die Banken die entgangenen Gebühren wieder). (Mehr zur SEPA Überweisung)

Fazit:

Wer also als Deutscher in der Schweiz weiterhin ein Konto in Euro haben möchte der fährt mit einem Konto in der Heimat am besten. Ein Eurokonto in der Schweiz bietet sich in der Regel nicht an da die Gebühren hier höher sind und die Zinssätze niedriger.